Textillexikon

Schnell und schlüssig erklärt

Hier sind für Sie alle Begriffe definiert, die wir in unseren Texten und Produktbeschreibungen verwenden.
Zusätzlich finden Sie noch weitere Erklärungen, die uns besonders am Herzen liegen.

a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z

Bitte wählen Sie einen Buchstaben.

  • Ajour
    • Ajour

      franz.: à jour = durchbrochen
      Sammelbezeichnung für durchbrochene Web- und Maschenwaren.



      Siehe auch

      Gewebe  Maschenware 





  • Alaun-Gerbung
    • Alaun-Gerbung

      Die Alaun-Gerbung, auch Weißgerbung genannt, ist eine mineralische Gerbung. Als Gerbstoffe werden Kaliumaluminiumalaun oder Aluminiumsulfat und Kochsalz verwendet. Heute findet die Alaungerbung für die Herstellung von Leder nur noch selten Anwendung.



      Siehe auch

      Gerbung  vegetabile Gerbung  mineralische Gerbung  synthetische Gerbung 





  • Alpaka
    • Alpaka

      Alpaka ist die feine wärmende Unterwolle der Alpakas, die in Mittelamerika zu Hause sind. Die Wolle ist leicht, weich und wärmt gut. Alpaka gibt es in rund 20 verschiedenen Farbschattierungen von weiß über braun bis grau und schwarz.
      Baby-Alpaka ist die kostbarste und feinste Alpakaqualität. Es wird nur von jungen Tieren oder von geschützten Körperpartien der Alpakas geschoren. Nur ca. 300 g dieses Haares gewinnt man von einem Tier. Baby-Alpaka ist gegenüber Alpaka wesentlich weicher und hat einen seidigen Glanz.



      Siehe auch

      Eiweißfaserstoffe  Edelhaare  Haare  Wolle 





  • Angora
    • Angora

      Angora ist die Wolle vom Angora-Kaninchen, wohingegen das Haar der Angora-Ziege Mohair genannt wird. Das Angora-Kanin-Haar zählt nach der Seide zu den feinsten Naturfasern. Angora ist sehr weich und besitzt ein sehr gutes Wärmerückhaltevermögen. Aus diesem Grund ist Angora hervorragend für körpernahe Bekleidung und den Wäschebereich geeignet.



      Siehe auch

      Eiweißfaserstoffe  Edelhaare  Haare  Wolle  Mohair 





  • Antifilzausrüstung
    • Antifilzausrüstung

      Durch die Schuppenstruktur zeigt Wolle ein hervorragendes Walk- bzw. Filzverhalten. Naturbelassene Wollbekleidung kann aus diesem Grunde nur mit erhöhter Vorsicht gewaschen werden. Temperatur, Mechanik, Zeit und verwendetes Waschmittel spielen dabei eine erhebliche Rolle. Um ein ungewolltes Filzen zu verhindern rüsten einige Hersteller die Wolle mit Kunstharzen aus. Bei diesem Verfahren wird die Schuppenoberfläche maskiert, sodass die Schuppen sich nicht mehr verhaken können. Dabei geht jedoch nicht nur die Filzfähigkeit, sondern auch der natürliche Wollcharakter verloren. Aus humantoxikologischer Sicht ist die Ausrüstung mit Kunstharzen sehr bedenklich, da die Haut nicht mehr in direktem Kontakt mit der Wollfaser steht. Formaldehydhaltige Kunstharze stehen im Verdacht Allergien auszulösen. Auch aus ökologischer Sicht ist diese Behandlung bedenklich. Probleme treten nicht nur bei der Abwasserbelastung auf, sondern auch beim Entsorgen dieser Produkte, da die biologische Abbaubarkeit sehr gering ist. Eine Alternative zur Antifilzausrüstung mit Kunstharzen, ist eine chemische Modifikation der Schuppenschicht mit Oxidationsmitteln. Hier erzielt man ein Erweichen der Schuppen, sodass ein Ineinanderhaken nicht mehr möglich ist. Jedoch besteht bei diesem Verfahren die Gefahr, dass die Wollfaser irreversibel geschädigt wird.



      Siehe auch

      Wolle  Walken  chemische Ausrüstung 





  • Antiflamm-Ausrüstung
    • Antiflamm-Ausrüstung

      Sie soll die Entzündbarkeit von Materialien herabsetzen und damit deren Verbrennung verhindern. Die Ausrüstung kann keine Brände verhindern, sondern nur die anfängliche Flammenausbreitung beschränken. Phosphororganische Verbindungen werden meist als Flammenschutzmittel eingesetzt. Diese chemischen Verbindungen werden von der Haut aufgenommen und können nervengiftig wirken.
      Bei der Herstellung von Antiflamm-ausgerüsteten Textilien entstehen Dioxine, von denen einige zwar ungiftig sind, andere aber zu den giftigsten Stoffen gehören, die es gibt. Dioxine sind wasserunlöslich und gelangen über das Textil in die Haut und lagern sich dort im Fettgewebe an. Dioxine können Krebs verursachen, sind teilweise für Störungen des Stoffwechsels verantwortlich und können das Immun- und Nervensystem schädigen.



      Siehe auch

      Chemische Ausrüstung  Dioxin 





  • Antimikrobielle Ausrüstung
    • Antimikrobielle Ausrüstung

      Verhindert Bakterien- oder Pilzbefall. Die verwendeten Substanzen können Hautallergien auslösen und sind im Abwasser schwer abbaubar. Aus ökologischen Gründen sind diese Verfahren im Bekleidungsbereich stark rückläufig. Sie finden ihren Einsatz aus hygienischen Gründen in Krankenhaustextilien und bei Campingausrüstungen, um Zelte schimmel-, fäulnis und verrottungsfest zu machen. Eine umweltschonende und hautverträgliche Alternative ist die Neem-Ausrüstung. Die Behandlung erfolgt mit einem aus Niemöl extrahierten Wirkstoff. Niemöl wird aus den Samen des Niembaumes gewonnen. Mehr als 200 Insektenarten, aber auch eine Reihe von Milben, Würmern, Pilzen, Bakterien und sogar einige Viren reagieren empfindlich auf die Inhaltsstoffe des Niem. Schon geringe Konzentrationen verhindern Wachstum, Entwicklung und Fortpflanzung der Organismen. Der Niem-Wirkstoff ist für den Menschen unbedenklich.



      Siehe auch

      Chemische Ausrüstung  Neem-Ausrüstung 





  • AOX
    • AOX

      AOX (Absorbierbare Organische Halogenverbindungen) ist ein Wert, der alle absorbierbaren organischen Halogenverbindungen im Abwasser erfasst. Organische Halogenverbindungen können aus industriellen und gewerblichen Produktionen ins Abwasser gelangen. Unter anderem können sie als Nebenprodukt bei der Herstellung von Pflanzenschutzmitteln oder bei der Zellstoffbleiche auftreten. Viele von ihnen sind toxisch und müssen aus den Gewässern entfernt werden.



      Siehe auch

      Halogen-organische Verbindungen 





  • APEO
    • APEO

      Alkylphenolethoylate sind Tenside mit sehr guten Wasch- und Netzmitteleigenschaften, die jedoch wegen ihrer geringen Abbaubarkeit und ihrer hohen Toxizität in Deutschland nicht mehr eingesetzt werden.



      Siehe auch

      Tenside 





  • Atlasbindung
    • Atlasbindung

      Atlasbindige Gewebe sind sehr dicht, glänzend, weich und zeichnen sich durch einen guten Fall aus.
      Die Atlasbindung gehört zu den drei Grundbindungen, von denen sich alle Bindungen ableiten lassen. Im Gegensatz zur Leinwandbindung berühren sich die Bindungspunkte bei der Atlasbindung nicht und sind gleichmäßig verteilt. Die Kette ist hier rot und der Schuss schwarz dargestellt. Atlasbindige Gewebe sind z. B.: Satin, Duchesse.



      Siehe auch

      Gewebe  Leinwandbindung  Köperbindung  Satin  Kette  Schuss 





  • Atmungsaktivität
    • Atmungsaktivität

      Unter Atmungsaktivität versteht man die Wasserdampf-Durchgangs-Fähigkeit eines Textils. Sie ist abhängig von:
      -Dicke der Faser
      -Garnkonstruktion
      -Gewebebindung
      -Legung von Maschenwaren
      -Oberflächenbenetzbarkeit
      -Ausrüstung in der Textilveredlung



      Siehe auch

      Feuchtigkeitsaufnahme  Wärme-Isolationsvermögen 





  • Ausrüstung
    • Ausrüstung

      Ausrüstung ist ein Sammelbegriff für alle nachträglichen Veränderungen einer Faser. Man unterscheidet zwischen mechanischer und chemischer Ausrüstung.



      Siehe auch

      Mechanische Behandlung  chemische Ausrüstung 





  • Azo-Farbstoffe
    • Azo-Farbstoffe

      Sie bilden die größte Gruppe der heute verwendeten Farbstoffe. Sie werden künstlich hergestellt und zeichnen sich durch brillante Farben aus. Die Basis zur Herstellung dieser Farbstoffgruppe bietet der Rohstoff Erdöl.
      Die Azofarbstoffe selber sind im Allgemeinen nicht als gesundheitsgefährdend einzustufen. Jedoch setzen einige Farbstoffe aromatische Amine frei, die krebserzeugend und giftig sein können. Durch Speichel oder Schweiß können diese aromatischen Amine gelöst werden und in den Körper gelangen. Diese Azofarbstoffe werden jedoch in Deutschland weder hergestellt, noch dürfen Textilien damit gefärbt werden. Auch ein Import dieser Textilien ist verboten.



      Siehe auch

      Synthetische Farbstoffe  Dispersionsfarbstoffe  Reaktivfarbstoffe  Naturfarbstoffe 









sitegroup: Content
url: http://ch.hessnatur.com/shop/glossary.action?letter=a;